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Schimmelscheibe
und Feuerbohrer

Fachbereich Grillwissenschaften  - [ Diskussionsforum ]

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Fundort ScheibeHier in dieser Höhle (Bild rechts), wo auch die Schimmelscheibe entdeckt wurde (1), fand sich eine denkwürdige Darstellung (2, siehe auch Bild unten), die von den Restauratoren der Uni nun in voller Pracht rekonstruiert wurde. Es ist evident, dass hier in der Spätsteinzeit und frühen Bronzezeit das Feuermachen beschrieben wurde. Einige Forscher behaupten gar, dass die Himmelsbarke der Schimmelscheibe in Wahrheit das Sterbild "Großer Grill" darstellt, diametral zum Sternbild "hungriger Jäger" Allerdings sind aufgrund des Gestirnsdrift diese Sternzeichen heute nicht mehr eindeutig zuzuordnen. So sieht der große Grill mittlerweile eher aus wie ein Vehikel (gr.Wagen).

früher sportgriller2

Das Institut für Feuerkunde an der Anstalt für Grillwissenschaften hat die Tage um die Sommersonnwende genutzt, um dieses einfachste aller Feuergeräte zu überprüfen.

Nullhypothese -Stunden später 0017Auf der Abb (3) sieht man Dr. Dreischfelder und Prof. Alsicetta bei der Überprüfung der Nullhypothese 0.1: Holz brennt von alleine - ohne Zutun (Aufnahme entstand gegen Ende der Versuchszeit). Ergebnis: Holz brennt nicht spontan.

GegenprobeAuf Abb 4 testen wir die Gegenhypothese aus: brennt Holz überhaupt? Selbstverständlich tun wir das mit dem Originalmessbesteck von später. Unsere Doppelnullhypothese (00) liegt somit bei der Summe der einfachen Nullhypothesen (0,1+0,2) und beträgt damit 0,3. Dazu nehme ich die einfache Standardabweichung und gelange damit zu einem Signifikanzniveau von 0,5. Daraus folgt: sobald mindestens eines der 2 Holzteile brennt (50% oder 0,5), würde die Hypothese als bewiesen gelten:
Man könnte mit dem Feuerbohrer eine wabernde Lohe erzeugen!

walterppk_klLeider konnten wir keinen Bogenschützen engagieren, der uns die Flamme andrehte, auch ein Geiger war nicht zu erhaschen. Wir haben zwar einen Bratscher gefunden, doch fiedelte dieser schon bei den Vorversuchen derartig langsam, dass wir es nicht auf einen Versuch ankommen ließen.

So überlegten wir - wenn schon kein Bogenschütze -, welches alternative Schussgerät in Frage kommt. Mit der 9mm Kleinkaliberpistole PPK (Abb. 5) gelangen mehrere Treffer auf unser Referenzbrett, ohne dass sich eine Flamme zeigte. Diese Methode war aber primär unzulässig, da es sich bei der PPK um eine Feuerwaffe handelt. Das Feuer war somit a priori in den Versuchsaufbau gelangt, wobei eigentlich das Gegenteil zu beweisen war: Feuermachen OHNE Feuer!

Erste Funken zeigen sich_0007Also mussten wir die Arbeitshypothese "der BOGEN ist essentiell" verwerfen und gelangten direkt zur Hypothese: "das Bohren allein ist wichtig". Als sehr sinnvoll erwies sich unsere Institutsbohrmaschine (Abb. 6) mit der Dr. Dreischfelder das hochtourige Feuerbohren austestet. Es handelt sich dabei offensichtlich um einen sprichwörtlichen FELDVERSUCH für den aber ein Signifikanzniveau von 50% völlig ausreichend sind. Links im Bilde: die hohauflösende Wärmekamera.

Hochauflösend mit unser Spezialkamera (die auf 3°K abgekühlt werden musste) sieht man deutlich die Wärmeentwicklung in der Versuchsanordnung (Abb. 7a und 7b)!
Infrarotaufname alles kalt_I

Infrarot -etwas heißer_II

 

Es gelingt: das Feuer lodert auf (Abb. 8). Schnell schaltet der frisch promovierte Dr. rer. feu. Dreischfelder die Bohrmaschine aus. Das Feuer brennt aber weiter (Abb. 9)!!! Die eine Seite brennt, das Brett kohlt aber auch vor sich hin, wir betrachten einen Score von 0.75 als absolutes Gelingen dieses Experiments. Es ist bewiesen: der Steinzeitmensch konnte Feuer machen, er konnte grillen, die Schimmelscheibe ist verifiziert! Was für ein Tag für die Wissenschaft.

Enthusiastisch bohrt Dr.rer. breul. feu. Dreischfelder weiter. 0010Eine dezente Lohe_0008


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