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1983 wurde das sog. Mierscheid-Gesetz formuliert, das die Wahlchancen der SPD bzw. ihre Stimmergebnisse genau bestimmen soll. Widerlegt hat es bisher niemand, ein besseres gefunden auch nicht. Das Gesetz lautet: “Der Stimmenanteil der SPD richtet sich nach dem Index der deutschen Rohstahlproduktion - gemessen in Mio. Tonnen im jeweiligen Jahr des Bundestagswahl.” Die Universität Styrum wagt - basierend auf diesem Gesetz - eine Prognose zum Ausgang der Bundestagswahl am 18. September 2005. Die Rohstahlproduktion der alten Länder betrug in ersten Halbjahr 2005 19,77 Mio. Tonnen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Auf das ganze Jahr hochgerechnet sind das 45,78 Mio. Tonnen. Wendet man das Mierscheid-Gesetz in seiner klassischen Form an, so müßte die SPD ein Wahlergebnis von 39,54% erzielen - nach dem bisherigen Stand eine Utopie. Rechnet man hingegen mit der zu erwartenden Rohstahlproduktion, extrapoliert bis zum Tag der Bundestagswahl (am 261. Tag des Jahres), so erhält man die Menge von 28,3 Mio. Tonnen und eine SPD-Ergebnis in selber Höhe. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt scheint auch diese Zahl zu hoch gegriffen, aber wie schon Katja Ebstein so treffend sang: “Wunder gibt es immer wieder”... Sollte unsere Prognose stimmen, so hat der Rektor versprochen, die Theodor-Fontäne auf dem Universitätsplatz randvoll mit lauwarmer Cervisia oder Graubier zu füllen. Dem, der sie alleine austrinkt, winkt ein Jahresvorrat an Kleidungsstücken mit dem Logo der Universität Styrum. Die folgende Grafik veranschaulicht die Treffsicherheit des Mierscheid-Gesetzes in den vergangenen 44 Jahren. Die Prognose für dieses Jahr ist ebenfalls eingezeichnet. Im Hintergrund sieht man den ehrwürdigen Rektor Prof. Gnudnoff, wie er dem scheidenden Kanzler zum Trost ein Spekol überreicht.
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