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Institut zur Erschaffung und Zucht der Herrenratte

Die tägliche Laborarbeit in der Grundlagenforschung bringt viele Probleme mit sich. Eines darunter ist, für die Versuche ein Tier zu finden, das dem Menschen in seinen Stoffwechselvorgängen am ähnlichsten ist. Hier muss meistens die Ratte herhalten.

Bei der Erforschung von Intelligenz und Verhalten hingegen stößt man hier bei den gebräuchichen Labortieren - Ratten, Mäuse und Kaninchen - schnell an seine Grenzen. Die Biester sind einfach zu dämlich!

Die Universität Styrum hat wegen ebendieser Problematik dieses Institut mit der Erschaffung der ultimativ intelligenten Versuchsratte beauftragt - gewissermaßen einer Herrenratte.

RattenzentrifugeDieser Idee liegt das medizinische Prinzip zugrunde, dass leistungsfähige Organe auch gut durchblutet sein müssen. Im Umkehrschluss heißt das, dass gut durchblutete Organe auch leistungsfähig sind.

Das Problem bei der herkömmlichen Laborratte ist das im Verhältnis zum Menschen gering ausgebildete Gehirn. Würde man nun mehr Blut in das Rattenhirn bringen, so würde das Organ größer und leistungsfähiger und damit dem menschlichen immer ähnlicher.

Zu diesem Zwecke wurde die Rattenzentrifuge entwickelt (Bild rechts), in die gleich zwei Ratten, eine als Ausgleichsgewicht für die andere, eingespannt werden. So wird die die Blutzirkulation der Ratte zugunsten des Gehirns verschoben, indem durch die Zentrifugalkräfte einfach das Blut in den Kopf geschleudert wird. Wir erwarten uns davon eine enorme intellektuelle Leistungssteigerung.

Erste Ergebnisse dieser vielversprechenden Forschungen werden schon bald erwartet!

Prof. Gnudnoff mit Rattenzentrifuge

Die Rattenzentrifuge im klinischen Einsatz

Die Sensation ist perfekt!

Herrenratte in der VorlesungWir wurden in unseren kühnsten Erwartungen übertroffen!

Die Experimente zur Erschaffung der Herrenratte mit Hilfe der Rattenzentrifuge (siehe oben) waren ein voller Erfolg. Bereits nach einwöchiger Behandlung einer herkömmlichen Laborratte war ihr Gehirn auf das Vierfache der bisherigen Größe angewachsen.

Am Morgen des achten Tages wurde der wissenschaftliche Mitarbeiter von der Ratte nacheinander in acht europäischen Sprachen begrüßt. Weiterhin verlangte die Ratte nach aktuellen Tageszeitungen und Lehrbüchern in Elementarphysik.

In der darauffolgenden Woche übernahm die Herrenratte die Leitung des Dekanats der naturwissenschaftlichen Fakultät, hält seither mit großem Erfolg die Vorlesung (Bild rechts) und brilliert vor allem mit ihrer Reformierung der Heisenberg'schen Unschärferelation der Quantenmechanik.

Eine weitere Ratte wurde in ihrer Unterkunft beim Jonglieren beobachtet (Bild unten). Man darf gespannt sein, was das possierliche Tierchen noch so alles drauf hat!

 

Herrenratte beim Jonglieren

Rückschlag bei der Erschaffung der Herrenratte!

Unglücklicherweise hat die enorme Intelligenzsteigerung der Herrenratte auch eine starke psychische Labilität zutage gefördert. Mittlerweile sind alle unsere Herrenratten dem Alkohol verfallen, andere rauchen kiloweise Sekundenkleber (siehe Bild unten).
Das Projekt muss als gescheitert angesehen werden. Die Uni Styrum trauert!

 

Herrenratte in Depression