Medizynische Fakultät

Inigmaistik - ICD 11 - (I)nigma (C)oded (D)iagnosis

Jetzt neu: Die ICD

Inigma Coded Diagnosis

Aktuellen Spitzenforschern des Institutes für Verwaltungsmedizyn gelang in jahrelanger harter Forschungsarbeit der Durchbruch in Sachen Diagnoseverschlüsselung. Selbst Kliniken, die noch heute nach der veralteten und aufwändigen ICD-10 verschlüsseln, gewinnen durch den konsequenten Einsatz der neuen ICD (Inigma Coded Diagnosis) entscheidende Arbeitsstunden. Das freut nicht nur den Personalchef.

Die Inigma-Räder in den Händern von Ömer FreseDas Gerät wurde schon für den deutschen Industriepreis nominiert und ist garantiert 100% made in Germany. Bundesminister Clement entfuhr ein "Eiderdaus", als man ihm das kühne Projektdesign vorlegte. Hier (Bild unten) sieht man die Alsicetta-Schlüsselräder in den Wurstfingern des stolzen Ömer Frese, selbst ein großer Bewunderer verschlüsselter Prosa. Auf Rad I wird der Diagnostizierende Fachbereich verschlüsselt, Rad 2 verschlüsselt das betroffene Organ und Rad 3 den isolierten Befund.

a_Enigma_Seite_kleinRad 4 (im Kürschnerantrieb voll-integriert) verschlüsselt den gesamten Text noch einmal nach. Dabei wird der Schlüsseltext mit dem Datum verschränkt. Das ist auch nötig: wenn jemand zum Beispiel weiß, dass die Diagnose von einem Neurologen gestellt wird, dann ist das betroffene Organ ja meist der Brägen bzw. die Omme. Nun ist das Schlüsselwerk des dritten Rades ja leicht zu erraten, und die ganze Arbeit war umsonst.

Das wäre fatal: Obwohl "faules Fieber" zwar keine schlimme Erkrankung ist, geht dieser Befund den Arbeitgeber nichts an. Die ICD-Maschine schreibt daher in den Krankenschein (s. Abb. rechts) nur die verschlüsselte Diagnose. Das Kürschner-Rad dreht sich dabei ständig, und so ist es sehr unwahrscheinlich, dass dieselbe Diagnose zweimal gleich lautend verschlüsselt wird.

So fällt Datamining äußerst schwer, selbst wenn man über tausend Beschäftigte hat und täglich Krankschreibungen aus dem gleichen aufgrund gleicher Ursachen erhält.

Von der Inigma entstellter KrankenscheinIm Versuch (s. Abb. rechts) scheiterten die Personal-Ressort-Chefs zweier großer Banken an der Entschlüsselung einer Diagnose kläglich, obwohl ihnen ein ICD-Computer zur Verfügung stand, nicht jedoch die Standard-codes mit denen wir sie zur Verschlüsselung eingestellt hatten. Man sieht: Auch mit großem Material-, Geld- und Zeitaufwand ist das neuartige ICD-System nicht mehr so leicht auszuhebeln.

Und so funktioniert's:

Der Arzt schreibt einfach auf der alphanumerischen Tastatur die Diagnose in herkömmlichen Worten, und die ICD verschlüsselt die Befunde in Millisekunden in eine normgerechte Formel. Besondere Weitsicht belegt die Einrichtung eines Schalters für Privatpatienten, für Aut-Idem-Rezepte sowie zur Vorwahl der Krankenkasse.

Man spannt einfach das Formular ins VW-Druckwerk, und die ICD-Maschine schreibt selbständig ein korrektes Rezept, eine Überweisung oder einen Gelb-schein.

Sollte es jemals nötig sein, eine Diagnose wieder zu entschlüsseln, so benötigt man nur einen korrekten Satz Alsicetta-Walzen, das Datum, an dem die Diagnose gestellt wurde und den Namen des Hundes bzw. der Ehefrau des Diagnostizierenden (für caniphobe, homosexuelle Ärzte kann auch ein alternatives Schlüsselwort gewählt werden). Eingegeben in das ICD, gibt diese nach kurzer Bedenkzeit auch schon wieder den originären Wortlaut wieder.

Anwendungsbeispiel: (rein fiktives Beispiel)
Michael Rhein (Sänger bei in-Extremo)
heutiges Datum: 10.4.2005
Arzt: Neurologe
Organ: Gehirn (Sprachzentren)
Diagnose: Korsakov-Syndrom

So funktioniert's: zuerst werden die Facharztbezeichnung und die Organgruppe mit einander im X-OR-Verfahren verschränkt, sodann die Diagnose im Modulo-Verfahren hinzugefügt. Darauf wird der erhaltene vorverschlüsselte Text mit dem Datum nach AND-verschlüsselt und mit dem Namen des Patienten signierend verschlüsselt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Daraus wird nun wirklich nur noch der Fachmann schlau:

"Eiris sazun idisi
sazun hera duoder.
suma hapt heptidun,
suma heri lezidun,
suma clubodun
umbi cuoniouuidi:
insprinc haptbandun,
inuar uigandun."

Kürschnerantrieb verbessert

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IMG_0073Hier sieht man Professor Alsicetta mit dem von ihm verbesserten Kürschnerantrieb. Ursprünglich war der Kürschnerantrieb Teil einer gewöhnlichen Loyefsky-Brät-Fräse, im Volksmund als Fleischwolf verschrien. Von Alsicetta et. al. umfunktioniert und um einen gegensinnig laufenden hochpräzisions-Schrittmotor (Technologien aus der Weltraumfahrt) erweitert, kann er nun nicht nur semantische und unsemantische Verschlüsselungen antegrad ausführen, sondern sogar retrograd, antegrad und Wolgograd re-entschlüsseln, und das fast gleichzeitig.

Unten rechts sieht man noch das Blatchley-System in Parkposition, links daneben, fast unscheinbar, die Doppelhelix des Loyefsky-Myo-Zertrümmerers aus Wolfram-Titan beschichtetem Dural (Technologie FÜR die Weltraumfahrt).

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Erfolgreiche Erprobung der Inigma-L

Das Institut für Inigmaistik meldet die erfolgreiche Erprobung ihres Hardware-Computers Inigma-L, der Inigma für die Ladentheke. Sie übernimmt nicht nur die Aufgabe einer Registrierkasse sondern auch die einer zentralen Buchhaltungsinstanz.

Wie klingt schon "Bitte einer von den faulen Lageristen den Hundekot vor der Käsetheke wegmachen!"? Das geht den Kunden gar nichts an!

Die Durchsage "22 bitte 37a 55" wird von jedem einigermaßen trainierten Großmarktangestellten spontan verstanden. Dabei steht passenderweise "37" für die Gruppe "Milchprodukte" und "a" für "fertig abgepackt aus der Kühltheke".
Hieraus ergibt sich ein wirtschaftlich äußerst interessanter Synergismus: Man kann genau die gleiche Codierwalze, die im Durchsagenbüro eingesetzt wird, auch in die Kassen einbauen. Steht dann "37a" auf dem Kassenzettel, weiß jeder sofort, dass die Goudascheibletten korrekt eingebont wurden.

Zwar kann der Kunde nicht mehr ganz so gut nachvollziehen, was da auf dem Beleg steht, aber er hat schließlich die Ware im Einkaufskorb, also sollte es ihm nicht schwer fallen, zu wissen, was er gekauft hat.
Vor allem aber schützt der verschlüsselte Einkaufbeleg vor Gewährleistungsmissbrauch.

Wir resümieren: Die Inigma-Kasse hilft nicht nur dem Einzelhandel, stets die organisatorische Hoheit zu bewahren und nicht mehr Informationen preiszugeben als nötig.
Wilkommen im Informationszeitalter!

Ihr Dr. R. Egister

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