Medizynische Fakultät

Institut für Kohabitationsforschung der Anusmundi-Fauna

Dr. Claire GrubeMein Forschungsteam hat es sich zum Ziel gesetzt, eine einzigartige Spezies, die man längst ausgestorben wähnte, wieder zu vermehren und in den europäischen Wäldern anzusiedeln. Bei einer Expedition in der Region des Anusmundi trafen wir auf das letzte lebende Pärchen der Gattung Avis cohabitans (Dt.: Schnurpsmumme oder auch Fickvogel).

Es gelang uns, diese menschenscheuen Tierchen einzufangen und an den hauseigenen Exotenstall der Francesco-Parisi-Universität zu gewöhnen, am meisten Probleme machten wohl die Eßgewohnheiten des dort ebenfalls ansässigen Hausmeisters. Ein Sichtschutz zwischen Schnurpsmummen und Hausmeister ließ jedoch erstere ihre Nahrung ohne weitere Regurgitationen zu sich nehmen. So wurden umfangreiche Studien an dieser ungewöhnlichen Tierart möglich.

Bemerkenswerte Besonderheiten konnten wir am Paarungsverhalten der Schnurpsmummen beobachten. Das beim Auffinden noch sehr junge Paar erlangte erst an unserem Institut seine Geschlechtsreife, was eine Paarungsanleitung durch meine Mitarbeiter erforderlich machte. Die Schnurpsmummen zeigten sich äußerst gelehrig. Einmal hinter das Kopulationsprinzip gekommen, legten die beiden eine beachtlich hohe Begattungsfrequenz an den Tag (bis zu 37 mal am Tag).

Merkwürdigerweise konnte unser Team auch nach nunmehr 17 Jahren intensiver Forschung noch keinen Zuchterfolg verzeichnen. Anbei nun die Federskizzen zum Versuchsprotokoll. Leider war meinem Team eine bildtechnisch exaktere und naturgetreuere Darstellung unserer Versuchsobjekte nicht möglich, da von den Schnurpsmummen ein derart aggressives Verhalten gegenüber jeglicher Technik ausgeht, daß sich aus Sicherheitsgründen die Füllfederzeichnung als letzte Alternative bot.

Natürlich wird sich mein Institut auch weiterhin eifrig um Zuchterfolge bemühen!

(1) Die Balzphase

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In dieser Phase zeigt sich das Weibchen des Avis cohabitans (dt.: Schnurpsmumme oder Fickvogel) noch schüchtern und ablehnend gegenüber dem werbenden Männchen, was es durch vor den Bauch gezogene Flügel signalisiert.

Wie auch aus der Anthropofauna bekannt, ist das Weibchen von ungleich beeindruckenderer Schönheit als das leicht übergewichtig anmutende, ständig paarungswillige Männchen, das protzig seine Schnurpsmummenwampe vor sich herschiebt und als gewichtsangleichende Maßnahme seine Flügel weit nach hinten streckt.

(2) Der Akt

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Wie bereits in der Projektvorstellung erwähnt, bedurfte es einer gewissen Hilfestellung beim ersten Paarungsversuch.

Die anatomisch uns Menschen doch sehr ähnlichen Gegebenheiten machten es meinen Mitarbeitern leicht, den unbeholfenen, ihrer natürlichen Umgebung entrissenen Schnurpsmummen zu helfen.

So führten wir die Nase des Schnurpsmummerichs in den stets geöffneten Mund der Schnurpsmumme ein, da wir davon ausgehen mußten, daß es sich hierbei um die uns äquivalenten Kopulationsvorrichtungen handelt.

Nebenbei beobachteten wir äußerst auffällige Schwellungen in der unteren Schnurpsmummengegend.

Merkwürdigerweise konnte unser Team auch nach nunmehr 17 Jahren intensiver Forschung noch keinen Zuchterfolg verzeichnen. Anbei nun die Federskizzen zum Versuchsprotokoll. Leider war meinem Team eine bildtechnisch exaktere und naturgetreuere Darstellung unserer Versuchsobjekte nicht möglich, da von den Schnurpsmummen ein derart aggressives Verhalten gegenüber jeglicher Technik ausgeht, daß sich aus Sicherheitsgründen die Füllfederzeichnung als letzte Alternative bot.
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