Philosophische Fakultät

Die wahre Geschichte des Heiligen Ales

Bekanntlich kam Bonifazius als Missionar aus dem Kloster Beersharing in England, wo er die Geschichte vom Holy Ale und seine segensreichen inneren Werte predigte. Überliefert ist, dass er unter dem Einfluss des Heiligen Ales hin und wieder auch eine Missionarsstellung annahm. Verschiedene äußerst blutrünstige Sachsenfürsten fanden unter dem Einfluss des Holy Ale zueinander.

Deim Heiligen Ale wird eine wundersame Wirkung zugeschrieben - so sollen zahlreiche geistreiche und weltliche Fürsten unter seinem Einfluss mit fremden Zungen gesprochen, neue Fortbewegungsarten erfunden, erfolglose Paarungsversuche unternommen und erheblich an Körperumfang zugelegt haben.

Parcival

Nach einem Stromausfall im Jahre 565 wurde das Mittelalter dunkel. Bekanntlich kamen dann kalte Jahre mit Missernten und Steuererhöhungen, so dass Lancelot und Parcival vom siechen Artus beauftragt wurden, neues Ale zu beschaffen. Aus heutiger Sicht versteht sich der überlieferte Ausspruch

Dith tulleath Ale beoir bhairille

am ehesten als

The end is near bring more beer.

So zogen die ritterlichen Hoheiten dem Wege entgegen, den Bonifaz durch Gallien gekommen war. Dort fanden sie aber lediglich leere Maßkrüge, die von den Einheimischen als Graale bezeichnet wurden. Wie wir heute wissen, ist dies das Praeteritum (einfache Vergangenheitsform) von Ale, also gewissermaßen "gewesenes Ale", analog zu Ex-Bier oder Ex-Parrot.

Tücken der Übersetzung: Heiliges Ale - Heiliger Aal

Als sie dann ins Land der Teutonen kamen, kreuzten sie wieder den Pfad des Bonifaz. Obschon dieser längst von den Friesen geköpft worden war, hatte er seine Zeit jedoch genutzt, um in Bayern jede Menge Verwirrung zu stiften. Man war einem posthumen Übersetzungsfehler aufgesessen und hatte The Holy Ale nicht als DAS heilige Ale, sondern DER heilige Ale übersetzt! Hieran hatte auch ein holländischer Küstenfischer mit schrägem Humor nicht unerheblichen Anteil.

Die beiden Ritter reisten gen Osten, doch überall, wo sie ihre leere Trinkschale vorzeigten, verstand man sie falsch und goss ihnen ein. Wenn sie ihr Begehren dann mit mehr Nachdruck vortrugen, erhielten sie nur noch mehr Bier und einen kalten toten länglichen Fisch. Gerade Parcival geriet immer wieder in große Rage, der sich dann ein Raufhändel anschloss, sodass eine himmlische Stimme ihm eines Tages verkündete, dass er den Graal nur noch von weitem sehen würde und dass er ihn nicht mehr berühren dürfe.

Wissenschaftler vermuten Sir Lancelot als Urheber der Stimme. Die Spuren der zwei Biersuchenden verloren sich im Fränkischen. Zuletzt wurden sie vorm fränkischen Sankt Bonifaz-Brauhaus gesichtet. Trotz der unvergleichlichen Banalität dieser Historie hat sich das Bild der zwei Ritter mit dem königlichen goldenen Bierkrug ins deutsche Sagengedächnis eingegraben.

gralsritter

Auch die Legende einer der wichtigsten Reliquie unserer Univsersität - des heiligen Aals des Aesculap - muss unter diesem Umständen erneut auf den Prüfstand. Ist Aesculap eventuell an den Folgen einer Ale-Vergiftung gestorben und nicht an einem Aal erstickt, wie man bisher vermutete? In diesem Fall wäre die bisher gegalubte Geschichte nur das Produkt der Phantasie eines übersetzungsschwachen Ichthyologen.

Wenn das wahr wäre, hätten wir ja überflüssigerweise anderthalb Jahrtausende ein vergammeltes Stück Fisch angebetet. Pfui Spinne! Die Alternative, jede Woche frisches Ale zuzubereiten und dem Andenken des wohl berühmtesten Ethylologen widmend zu konsumieren, hätte wohl auch keinem gefallen. Obwohl, bei genauerem Hinsehen....

Lesen Sie weiter:

Frühmittelalter, Karl der Große, Zeit bis Seitenwechsel -
Die wahre Geschichte des Heiligen Ales Teil II

Share