Philosophische Fakultät

Die wahre Geschichte des Heiligen Ales - Teil II

Frühmittelalter, Karl der Große, Zeit bis Seitenwechsel


Gegen 980, die ersten Gralssucher standen schon lange bei Petrus in der Schlange, kam es zu extremen Zerwürfnissen, die auch als „Erstes Schisma" in die Religionsgeschichte eingingen. In England verehrte man weiter das Heilige Ale, auf dem Festland hingegen kam der Fisch immer weiter in Mode. Auf päpstliches Geheiß befestigten tapfere Ritter den Ichthyos an ihrem Streitwagen, um ein klares Bekenntnnis abzulegen.


Ich bremse auch für Fische


Eine der Wetterscheiden der Religionsfragen war das schottische Kloster Lindisfarne, wo fleißige Theologen täglich über die aktuellen Fragen der Geistesgeschichte debattierten.



  • „Hatte Jesus eine Geldbörse? Wenn ja, wer hat sie jetzt?"

  • „Scheißt der Bär in den Wald? Oder ist er katholisch?"

  • „Heißt es DER oder DAS Heilige Ale?"


Man darf die Geschichte des heiligen Aales nicht auf die leichte Schulter nehmen, vor allem weil Schottland damals extrem katholisch war. Die schottische Fastenzeit umfasste die gesamte Zeit vom Herbst bis zum Spätfrühling, und da wurden fast nur Fische gegessen. Hätte man der Deutung vom Heiligen Aal stattgegeben, hätte das zwei Möglichkeiten zur Folge gehabt:



  1. Der Aal ist heilig. Man darf in der Fastenzeit nur Aal essen.

  2. Der Aal ist heilig. Man darf ihn nicht essen, speziell nicht in der Fastenzeit.


Zum Glück hatte man eine ähnliche Diskussion mit Schweinefleisch ein paar Jahre früher erfolgreich abgewendet: Orientreisende hatten behauptet, in Indien lebten Kühe,die man nicht essen dürfe, weil sie heilig wären! Gleichzeitig lebten im heiligen Land nun Schweine, die man nicht essen dürfe, GERADE WEIL sie nicht heilig wären.


beardpullersAuch hierüber ergab sich ein heftiges Bärtereißen (s. Bild rechts).


Eines Tages hörte es in Lindisfarne auf, "Cats and Dogs" zu regnen, sondern „Fish-and-Cattle" fielen vom Himmel. Den Theologen wurde es zu bunt, und sie zogen ans Trinity-College in Dublin, wo das Wetter wesentlich freundlicher war und man zudem zwischen sich und Europa noch England und jede Menge Wasser hatte. Die Iren ernährten sich in der Fastenzeit (die hier zudem 10 Tage länger war als in Schottland) fast ausschließlich von Ale, was beides den theologischen Spektabilitäten sehr entgegen kam.


Kaiser Karl erkannte jedoch die Zeichen der Zeit und beschäftigte die größten Männer seiner Zeit mit dem Problem. Fortan beschloss man, zur Vermeidung des Schismas nur noch im Genitiv vom Ale zu sprechen. „Ich sehe den Heiligen Aal (DAS Heilige Ale)" wurde zu „werde DES Heiligen Aales Ansicht gewahr".


Der Frieden hielt ganze 100 Jahre bis Karl Martell zu Hermann überlief und Karl (wegen seines großen Einfalls nun „Der Große" genannt") beschloss, im heiligen Land mal herauszufinden, was es mit den Kühen und den Schweinen auf sich hat.


Als man Friedrich dem Großen die Aalfrage vortrug, versuchte dieser, sie durch seinen Ausspruch "suum quique" klarzustellen. Leider wurde dies durch die die österreichische Delegation als "ich glaub, mein Schwein pfeift" missverstanden. Der Krieg um Bohnen und Möhren war die Folge.

Nächster Teil: Die Kreuzfahrer, Kitter der Kokosnuss, Lohengrin bis Indiana Jones, und wie er den Graal im Suff an Lara Croft verlor.

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