Zentrale Kustodie

Zentrale Kustodie zur Bewahrung des Heiligen Aals

Die medizynische Fakultät kann sich glücklich schätzen, im Besitz der legendärsten Reliquie ihrer Zunft zu sein:

“Der Heilige Aal des Aeskulap”

Auch wenn sich in neuerer Zeit herausstellte, dass es sich bei dem Aal eigentlich um eine Makrele handelt, hat diese Reliquie nichts an ihrer Bedeutung und Faszination verloren, zumal es heißt, dass Aeskulap, dessen Schädel ebenfalls erhalten ist, bei einer ausschweifenden Feier anläßlich seines Approbationsjubiläums an ebendiesem Aal erstickt ist.

Das Heiligtum befindet sich an einem geheimen Ort auf dem Campus, und zwar im Keller des Südflügels, aufbewahrt hinter 150cm Stahlbeton, einem Kombinationsschloss mit Zahlencode und zwölf Schlüsseln, von denen mindestens einer immer fehlt, wenn man ihn braucht. Unsterbliche Aalshüter setzen täglich ihr Leben aufs Spiel, um diesen Schatz nicht Soziologen oder sonstigem Pack in die Hände fallen zu lassen.

In jüngster Zeit tauchten Hinweise auf, die diese Reliquie in anderem Licht erscheinen lassen. Es wird ein frühmittelalterlicher Übersetzungsfehler (Aal - Ale) vermutet. Unter Umständen muss sich die Aalshüterei in Alehüterei umbenennen und den Brauereiwissenschaften unterordnen. Doch lesen Sie selbst.

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